Wie nützlich sind Kosmetika?

Das Ziel einer präventiven Hautpflege ist in erster Linie eine gesunde, glatte Haut. Dabei spielen die Faktoren Hautfeuchtigkeit und Hautelastizität eine besonders wichtige Rolle.

Aber wie kann ich diese am besten erhalten und einer vorzeitigen Alterung vorbeugen? Dazu müssen wir zunächst den Wasserhaushalt der Haut betrachten. Wenn der Wasserhaushalt gestört ist, d. h. die Haut kann nicht genügend Wasser aufnehmen, dann verstärkt sich die Faltigkeit der Haut erheblich. Durch geeignete Pflegeprodukte kann man diesen Zustand erheblich verbessern.

So konnte z. B. durch die Applikation von bestimmten Aminosäuren, die zuständig sind für den Wasserhaushalt der Haut, die Hautfeuchte entscheidend verbessern. Eine zusätzliche Verbesserung ergaben auch Kosmetika mit feuchtigkeitsbindender Funktion, die auf der Haut wirken.

Genau betrachtet ist die Hautelastizität abhängig von den Kollagenfasern und deren Beschaffenheit in unserer Haut. Die Kollagenfasern sind zuständig für die Bindung von Wasser. Mit zunehmendem Alter verlieren die Kollagenfasern diese Fähigkeit und schrumpfen, ähnlich wie trocknende Weintrauben.

Die neuesten wissenschaftlichen Forschungen haben jedoch zu kosmetischen Präparaten und Anwendungsmöglichkeiten geführt, die die Funktionstüchtigkeit der Kollagenfasern verlängern und mitunter sogar eine Regeneration der Kollagenfasern möglich machen können.

Eine gute Kosmetik bedient sich dabei natürlicher Inhaltsstoffe. Der Fundus an wirkungsvollen Ingredienzien aus der Natur ist sehr groß. So bieten beispielsweise Weihrauchharz-Nanopartikel eine gute Verbesserung von UV-Schäden der Haut; ähnliches bewirkt eine Mischung aus Echinaceaextrakt und Liposomenkonzentrat.

Bewiesen ist auch die Wirksamkeit von Stoffen aus dem grünen Tee: sie wirken einerseits belebend und zudem noch durchblutungsfördernd. In meinem letzten Artikel habe ich auf die günstige Wirkung von Augentrost hingewiesen, auch einem reinen Stoff aus der Natur.

Die Liste lässt sich beliebig forsetzen: schon Cleopatra war begeisterte Anhängerin von Naturkosmetik. Wer sich über die natürlichen Wirkstoffe aus der Pflanzenwelt informieren will, sollte sich mit der Literatur der Hildegard von Bingen beschäftigen. Sie beschäftigte sich mit der Wirksamkeit der Kräuterkraft, bezog aber auch andere Elemente, z. B. Steine und Mineralien, mit ein.

Sie wird als erste deutsche Ärztin bezeichnet und hat umfangreiche naturkundliche Literatur hinterlassen.

 



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