Trockene Haut

Viele Menschen kennen das unangenehme Problem der trockenen Haut. Die Haut ist sehr empfindlich und spannt. Häufig werden diese Symptome von einem lästigen Juckreiz begleitet.

Wie entsteht trockene Haut?

Es gibt mehrere Gründe für eine trockene Haut. Es kann sein, dass man zu viel duscht. Sicher, die meisten von uns lieben ihre tägliche Dusche. Allerdings sorgt eine Dusche nicht nur für die Beseitigung von Schmutz und unangenehmen Körpergerüchen, sondern entzieht der Haut wichtige hautschützende Substanzen.

Dabei gilt: Je heisser die Dusche, umso mehr Fett und auch Feuchtigkeit wird der Haut entzogen. Sehr viele Duschzusätze tun ein Übriges dazu und verstärken das Austrocknen der Haut.

Sie können diese schädlichen Nebeneffekte reduzieren, indem Sie sich zunächst nur lauwarm abduschen und dann die Dusche abstellen, um sich einzuseifen. Das hat den Vorteil, dass Sie dabei auch noch Wasser und Energie sparen und somit etwas für unsere Umwelt tun.

Benutzen Sie zum Duschen eine rückfettende Duschcreme – keinesfalls eine Seife oder stark parfümierte Duschgels. Diese trocken die Haut aus und können schlimmstenfalls zu Hautirritationen führen. Greifen Sie zurück auf Pflegemittel mit pflanzlichen Inhaltsstoffen und milden, pflegenden pflanzlichen Ölen.

Von heissen Wannenbädern ist bei trockener Haut abzuraten. Ein kurzes Bad zur Entspannung darf man sich natürlich von Zeit zu Zeit gönnen, allerdings sollte es nicht länger als 10 bis 15 Minuten dauern und keinesfalls heisser als 37° C bis 39° C sein, denn sonst begünstigt es das Austrocknen der Haut.

Auch hier gilt: als Badezusatz rückfettende Substanzen verwenden, da diese die Haut gut pflegen. Entscheiden Sie sich für ein Ölbad, das keine Emulgatoren enthält, denn Emulgatoren sind dafür bekannt, dass sie der Haut Fett entziehen.

Besonders gut und erfrischend ist eine kalte Dusche. Schon Sebastian Kneipp entdeckte die grossartige Wirkung kalter Güsse: kaltes Wasser stärkt das Immunsystem und macht sofort putzmunter. Ausserdem laufen Sie bei einer kalten Dusche niemals Gefahr, Ihre Haut auszutrocknen.

Zudem ist das kalte Wasser gut gegen Juckreiz und es leitet Spannungen ab. Anfänglich ist eine kalte Dusche zwar gewöhnungsbedürftig, aber bei regelmässiger Anwendung werden Sie feststellen, dass sie Ihnen sehr gut tut.

Am Besten beginnen Sie mit der kalten Dusche bei den Füssen und arbeiten sich langsam hoch, sie werden sich schnell daran gewöhnen und sich bald topfit fühlen.

Cremen Sie sich nach dem Baden oder Duschen mit einer gehaltvollen Körperlotion ein (achten Sie auf natürliche, pflanzliche Inhaltsstoffe); nach dem Bad (bzw. nach der Dusche) sind die Poren geöffnet und Ihre Haut nimmt die pflegenden Substanzen gut auf.

Ein weiterer Grund für trockene Haut kann Vitaminmangel sein. Für eine gesunde Haut benötigt der Körper hauptsächlich Vitamine der B-Gruppe. Ein Mangel an Vitamin A, Vitaminen der B-Gruppe oder Biotin kann verantwortlich für Hauttrockenheit sein.

Im Winter kann die trockene Heizungsluft in geschlossenen Räumen im Wechsel mit kalter Luft draussen zu trockener Haut führen. Im Sommer können klimatisierte Räume, die zu wenig Feuchtigkeit enthalten, aber auch zu intensive Sonnenbäder das Austrocknen der Haut begünstigen.

Unter trockener Haut leiden besonders viele Menschen im fortgeschrittenen Alter, denn die natürlichen Regulatoren in der Haut, die uns mit der notwendigen Feuchtigkeit versorgen, arbeiten dann immer langsamer. Gleichzeitig reduziert sich auch der Fettgehalt der Haut.

Die trockene Haut und der Mangel an Hautfett kann mit Juckreiz verbunden sein. Bei trockener Altershaut wird gleichzeitig die Faltenbildung verstärkt. Daher ist es notwendig, dass man auf hochwertige Körperpflege zurückgreift. Mit der richtigen Pflege können Sie diese Symptome minimieren, rechtzeitig angewendet sogar verhindern.

Seltener sind innere Erkrankungen ein Auslöser für trockene Haut, allerdings ist bekannt, dass dies häufig bei Diabetes beobachtet wird.

Mit den geeigneten Pflegemassnahmen kann man trockener Haut vorbeugen. Gönnen Sie Ihrer Haut die Pflege, die sie braucht – dann fühlen auch Sie sich viel besser.

Wichtig – und oftmals unterschätzt – ist auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, also trinken Sie regelmässig. Günstig ist kohlenhydrat- und natriumarmes Wasser.

Gegen das zu trockene Klima in Räumen kann man sinnvoll Luftbefeuchter einsetzen, die Luftfeuchtigkeit sollten Sie regelmässig mit einem entsprechenden Messgerät (Hygrometer) überprüfen. 



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