Worauf sollten Sie beim Kauf von Kosmetika achten?

Damit Kosmetika über eine längere Zeit haltbar sind, setzt man Ihnen diverse chemische Substanzen zu. Diese Stoffe haben oft auch eine wirksamkeitsfördernde Wirkung.

Wer sich die Angaben zu den Inhaltstoffen auf den Verpackungen durchliest, weiss selten, was genau sich hinter den chemischen Ausdrücken verbirgt. Es werden u. a. Propylen Glycol genannt, Stearate, Hidroxiproline, Alkohol usw.  – aber bis auf Alkohol kann ich nichts damit anfangen.

Was verbirgt sich hinter diesen Stoffen? Sind sie gut oder schlecht für meine Haut?
Seit langem ist bekannt, dass sich in Kosmetika solche Stoffe befinden, die sich auf unsere Gesundheit auswirken können. Aber wie genau wirken sie? Woher weiss ich, welche Auswirkungen die Creme, die ich morgens und abends benutze, auf meinen Gesamtorganismus hat?

Obwohl die Hersteller von Kosmetika grundsätzlich nur positive Wirkungen versprechen, enthalten viele Produkte auch solche Stoffe, die durchaus schädlich sein können. Sie können zu Hautreizungen führen oder sogar Allergien auslösen. Im schlimmsten Fall enthalten Kosmetika sogar krebserregende Stoffe. Daher lohnt es sich, dieses Thema genauer unter die Lupe zu nehmen.

Zunächst stellt sich die Frage: welche Stoffe sind natürlichen Ursprungs und welche sind künstlich hergestellt.

Nachfolgend einige Erklärungen zu den gängigsten Bezeichnungen auf Verpackungen von Kosmetika:
Parabene: die mag ich nicht. Im Jahr 1996 stellte man bei mir eine Allergie gegen Parabene fest, nachdem mein Gesicht nach dem Gebrauch einer Creme schlimm angeschwollen war.

Eine Zeit lang gab es in unterschiedlichen Medien auch Behauptungen, Parabene seien krebserregend, vor allem im Hinblick auf Brustkrebs. Allerdings ist diese Feststellung nicht bewiesen. Die Kosmetikindustrie hat Meldungen dieser Art als „Panikmache“ bewertet.

Tatsache ist jedoch, dass Parabene, deren Aufgabe in der Konservierung der Kosmetika besteht, diese Eigenschaft auch beibehält, wenn die entsprechende Creme bereits auf der Haut ist. Weiterhin bleibt die konservierende Eigenschaft auch noch dann bestehen, wenn das Pflegemittel schon von der Haut aufgenommen wurde.

Da Parabene Enzymaktivitäten in den Pflegeprodukten verhindern, tun sie das auch, wenn sie schon über die Blutbahnen in unsere Organe gelangt sind.

Immerhin hat man bei Autopsien festgestellt, dass in Tumoren Rückstände sowohl von Methyl-, Ethyl und Propylparabenen vorhanden waren. Da diese Stoffe nicht vom Körper gebildet werden können ist es naheliegend, dass die Zufuhr über Hautpflegeprodukte erfolgte.

Für mich ist das Grund genug, auf Parabene zu verzichten.

Dann gibt es noch Paraffine. Wenn Sie Paraffin hören, dann denken Sie bitte sofort an Rohöl. Dick, schwarz, ölig. Wer möchte sich damit schon das Gesicht eincremen?

Naja, immerhin macht das fast jeder. Sehen Sie auf Ihrer Cremedose nach: Paraffin Wax, Paraffin Oil, Mineral Oil, Petrolatum, Ceresin oder Paraffinum Liquidum – das alles ist Mineralöl.

Stimmt, es macht ein glattes Gefühl. Aber es legt sich auch wie eine Platiktüte über die Haut. Der beim Auftragen entstehende Film kann oft selbst mit einer guten Reinigung nicht entfernt werden. Studien haben gezeigt, dass Paraffine den Säureschutzmantel der Haut angreifen können. Daher passiert es oft, dass man nach Absetzen einer paraffinhaltigen Creme eine schuppende Haut bekommt.

Ebenfalls unter starkem Allergieauslöseverdacht stehen die halogenorganischen Verbindungen. Ich weiss, dieses Wort kann man kaum aussprechen. Diese Stoffe setzen sich zusammen aus organischen Stoffen mit mindestens einem Halogenatom. Das Halogen kann sein: Chlor (giftig, wie wir wissen), Fluor, Brom oder Jod.

Die dabei entstehenden Verbindungen finden Sie auf den Verpackungen dann unter der Bezeichnung: Chlorhexidin, Ceteareth-Phosphate, Dihydrochloride usw.

Es ist sehr schwierig, Kosmetika ohne derartige Zusatzstoffe zu finden. Dennoch gibt es inzwischen zahlreiche Hersteller, die ganz bewusst auf gesundheitsgefährdende Zusatzstoffe verzichten.

Meist finden Sie sehr gute kosmetische Produkte auf Naturbasis in speziellen Kosmetikinstituten, wo das Personal entsprechend geschult ist.

Sicher, diese Produkte sind meist etwas teurer, aber das ist unsere Gesundheit uns auf jeden Fall wert. Am sichersten geht man bei der Verwendung von Ampullen: diese kommen in jedem Fall ohne Konservierungsstoffe aus.



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