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Künstliche Nägel entfernen

Künstliche Nägel entfernen – so gehst du am besten vor!

Datum: Mai 4, 2022
Von: Lisa Fink
Lesezeit: 
4 Minuten

In diesem Artikel:

Künstliche Fingernägel sehen glamourös und sexy aus. Viele Frauen gehen deshalb regelmäßig ins Nagelstudio und lassen sich Shell-, Acryl- oder Gelnägel machen. Normalerweise sitzen diese bombenfest und können nur vor Ort im Studio entfernt werden. Doch gibt es nicht auch Möglichkeiten, diese selbst zu entfernen?

Aus diesen Gründen bleiben künstliche Nägel nicht für immer

Es gibt Gelnägel, Acrylnägel oder Shellac-Nägel. Der große Vorteil von diesen ist, dass sie lange halten. Du wirst es garantiert von herkömmlichem Nagellack kennen: Du trägst ihn mühselig auf und bereits nach ein bis zwei Tagen beginnt er abzublättern. Kunstnägel hingegen bleiben wochenlang schön. Doch ewig halten sie aber auch nicht.

Das Material geht nicht kaputt, aber deine natürlichen Fingernägel wachsen selbstverständlich weiter. Durch dieses Nagelwachstum entsteht dann eine Lücke zwischen der Nagelhaut und dem Kunstnagel. Diese Lücke muss dann wieder mit Gel oder Acryl aufgefüllt werden. Bei dieser Gelegenheit werden deine Nägel dann gleich auch noch nachgearbeitet und nachgefeilt.

Das heißt, du musst alle vier bis fünf Wochen deinem Nagelstudio einen Besuch abstatten. Natürlich ist die lange Haltbarkeit ein Vorteil, allerdings kannst du die Farbe, falls sie dir nicht mehr gefällt, nicht einfach mit einem Nagellackentferner lösen. Dies würde deine Naturnägel anschließend deutlich beeinträchtigen.  

Diese Methoden helfen bei der Entfernung künstlicher Nägel

Nicht immer hat man Zeit und Lust, ins Nagelstudio zu gehen und sich die künstlichen Fingernägel entfernen zu lassen. Dann hast du die Möglichkeit, selbst Hand anzulegen. Dazu hast du drei verschiedene Möglichkeiten:

  • Einweichen in Aceton
  • Entfernung mit Zahnseide
  • Wegfeilen künstlicher Nägel

Einweichen in Aceton:

Das Aceton gießt du in eine Schüssel. Durchlüfte den Raum bitte gut, da Aceton starke Dämpfe freisetzt. Offenes Feuer ist von nun an auch tabu, Aceton ist leicht brennbar. 

Da Aceton auch die Haut reizt, solltest du eine Schicht Vaseline um deine Nägel herum auftragen. Die künstlichen Nägel lässt du aber aus, damit sich das Plastik gut auflösen kann. Nimm dir daher ein Wattestäbchen zur Hilfe, damit kannst du die Vaseline zielgerichteter auftragen.  

Jetzt nimmst du dir einen Wattebausch zur Hand, tränkst diesen in Aceton und legst ihn auf deinen künstlichen Nagel. Damit das Ganze auch hält, umwickelst du jeden Finger einzeln mit Alufolie. Drücke den Wattebausch vorher fest an den Nagel. Alternativ kannst du auch Klebeband benutzen. Das Aceton lässt du nun etwa 30 Minuten einwirken.   

Nach der Einwirkzeit kannst du die Folie sowie die Wattebäusche von deinen Fingern entfernen. Die künstlichen Nägel sollten ebenfalls mit abgehen. Sollte das nicht der Fall sein, wiederholst du den Vorgang noch mal für 20 Minuten. 

Entfernung mit Zahnseide:

Für diese Methode benötigst du eine zweite Person. Zunächst hebst du den Rand an der Spitze des künstlichen Nagels an. Dazu nimmst du eine Nagelhautschieber, um den gesamten oberen Rand vorsichtig abzulösen. Dein Assistent schiebt nun die Zahnseide unter den angehobenen Rand.

Er beginnt nun, die Zahnseide unter dem Acrylnagel vor- und zurückzubewegen. So kann er den Nagel langsam lösen. Die sägende Bewegung führt er so lange fort, bis sich der Nagel komplett löst. Dabei ist Behutsamkeit und Geduld gefragt. Schließlich soll sein echter Nagel nicht verletzt werden.  

Wegfeilen künstlicher Nägel:

Beginne damit, deine Fingernägel zu kürzen. Dazu schneidest du die künstlichen Nägel mit einem Nagelknipser so kurz wie möglich. Eine Nagelschere ist weniger geeignet. Sind die Nägel sehr dick, kannst du sie zunächst mit einer groben Nagelfeile kurz feilen. Aber Achtung: Verletze dabei dein Nagelbett nicht. Das kann sehr schmerzhaft werden und sogar bluten.

Anschließend feilst du die oberste Schicht der Nägel ab. Dazu nimmst du eine feinkörnige Polierfeile und versuche möglichst viel Acryl abzubekommen. Auch hier musst du aufpassen, dass du deine richtigen Nägel nicht verletzt.

Praktische Nagel-Öle für eine optimale Pflege

Nach den Strapazen der Nagelentfernung solltest du deinen Nägeln eine extra Portion Pflege gönnen. Zunächst einmal feilst und polierst du sie, meist sind noch ein paar Acryl- oder Gelrückstände vorhanden. Dazu verwendest du am besten eine Polierfeile. Nun trägst du großzügig Nagelhautcreme und eine feuchtigkeitsspendende Handlotion auf. Die Creme kannst du ruhig auch über Nacht einwirken lassen.

Es ist vollkommen normal, dass deine Nägel in den nächsten Tagen etwas empfindlich sind. Für diesem Fall empfehlen wir dir ein Nagelhautöl. Dieses spendet Feuchtigkeit und legt sich wie eine dünne Schutzschicht um deine Nagelhaut. Die Nagelöle enthalten zum Beispiel Inhaltsstoffe wie:

Nach dem Entfernen der künstlichen Nägel kannst du das Nagelöl ruhig zwei- bis dreimal am Tag verwenden. So sind die Nägel immer schön mit den Nährstoffen aus dem Öl versorgt.

Warum du die Nägel nicht herauswachsen lassen solltest

Von dieser Variante raten Expert/innen ab. Früher oder später kommt es an den Nägeln zu kleinen Rissen, die Bakterien anziehen. Zum anderen verändert sich die Statik, das heißt, der schwere Gelnagel wandert immer mehr in Richtung der Spitze. Mit der Zeit entsteht dann eine regelrechte Hebelwirkung, der Nagel reißt im schlimmsten Fall einfach ab. Das ist sehr schmerzhaft und kann zu einer schlimmen Verletzung führen.       

Erfahre jetzt mehr über die Pflege künstlicher Nägel!

Künstliche Nägel sind bei vielen Frauen sehr beliebt. Gegenüber lackierten Fingernägeln bringen sie den Vorteil mit, dass sie deutlich länger halten. Allerdings lauern hier auch ein paar Fallen, zudem ist natürlich immer ausschlaggebend, was du beruflich machst. Nicht für jeden kommen künstliche Nägel infrage. Bist du auf der Suche nach guten Nagelstudios? Wir haben die besten aus Köln, Kassel und Münster zusammengestellt.   

Ein Projekt der RIK JAMES Media GmbH. 
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