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Sonnenbrand Hausmittel

Die besten Hausmittel gegen deinen Sonnenbrand!

Datum: Juni 2, 2022
Von: Lisa Fink
Lesezeit: 
5 Minuten

In diesem Artikel:

Hast du dich zu lange in der Sonne aufgehalten oder nicht ausreichend geschützt, bekommst du einen Sonnenbrand. Wichtig ist, dass du dich bei den ersten Anzeichen geröteter Haut sofort in den Schatten begibst, um Schlimmeres zu vermeiden. Kühle die Hautoberfläche mit feuchten Umschlägen, die du auf die betroffenen Hautstellen auflegst. Auch ein nasses T-Shirt kann Verbrennungen am Oberkörper und Rücken lindern. Um in den kommenden Tagen die Beschwerden zu mildern und die Haut zu regenerieren, bieten sich neben After-Sun-Produkten verschiedene Hausmittel an, die wir dir im Folgenden vorstellen möchten.

So entsteht ein Sonnenbrand auf deiner Haut

Für die Haut bedeutet eine hohe Sonneneinstrahlung Stress. Warst du zu lange in der Sonne reagiert sie mit einem unangenehmen Brennen, Juckreiz und Schmerzen. Ursache für die Verbrennungen ist das UV-Licht. Da es sehr energiereich ist, kann es der Haut schaden und eine entzündliche Reaktion hervorrufen. Dabei setzt sich das Licht aus verschiedenen Strahlungsarten zusammen. UV-B-Strahlen sind maßgeblich an der Entstehung von Sonnenbrand beteiligt. UV-A dringt in die tieferen Hautschichten ein und lässt deine Haut vorzeitig altern.

Setzt du dich einer zu hohen Sonneneinstrahlung aus, produziert die Haut vermehrt Serotonin, Prostaglandine und Histamin. Es zeigen sich Juckreiz, Brennen und Rötungen. In schweren Fällen bilden sich schmerzhafte Blasen, und die Haut beginnt sich abzulösen. Die ersten Anzeichen für einen Sonnenbrand zeigen sich drei bis sechs Stunden nach deinem Sonnenbad. Mitunter treten die Symptome erst nach einem Tag auf. Sie klingen nach zwei bis fünf Tagen ab. Da ein Sonnenbrand die Haut nachhaltig schädigt, solltest du von vornherein eine zu starke Sonnenexposition vermeiden und geeignete Maßnahmen zum Schutz ergreifen.

Warum ein Sonnenbrand für die Haut problematisch ist

UV-Strahlen können selbst in geringer Konzentration das Erbgut deiner Zellen schädigen. Das passiert schon weit vor den ersten Anzeichen eines Sonnenbrandes. Bis zu einem gewissen Maß kann das körpereigene Reparatursystem Schäden beseitigen. Bei häufigen Sonnenbränden und sehr intensiver, langanhaltender Sonneneinstrahlung versagt das System allmählich. Zu den Langzeitfolgen gehört die vorzeitige Hautalterung. Sie entsteht durch UV-A-Strahlen, die in die tieferen Hautschichten eindringen und dort bestimmte Fasern deines Bindegewebes zerstören. Dadurch wird die Haut faltig und schlaff. Mitunter zeigen sich Pigmentstörungen. Im schlimmsten Fall bildet sich Hautkrebs.

Diese Hausmittel helfen dir bei Sonnenbrand

Im eigenen Haushalt findest du zahlreiche Hausmittel, die Sonnenbrand lindern können. Im Vergleich zu bewährten After-Sun-Produkten oder Sprays mit Dexpanthenol sind sie wesentlich preiswerter. Sie eignen sich jedoch nur bei einem leichten Sonnenbrand der Stufe 1. Dieser geht mit Rötungen, Juckreiz und Brennen einher. Zu den wichtigsten Hausmitteln gehören:

  • Gel der echten Aloe vera: Hast du diese Pflanze zu Hause, schneidest du ein Blatt ab, halbierst es und lässt den gelben, giftigen Saft abtropfen. Danach streichst du damit sanft über die betroffenen Hautbereiche. Das farblose Gel riecht angenehm und eignet sich sehr gut zur Behandlung des Gesichts. Aloe vera spendet deiner Haut viel Feuchtigkeit. Es lindert Schmerzen und Entzündungen.
  • Kamille: Kompressen mit Kamillentee beruhigen deine Haut und wirken Entzündungen entgegen.
  • Bio-Apfelessig: Das Produkt enthält Essigsäure, die leicht desinfizierend wirkt. Es hilft gegen Juckreiz und lindert Entzündungen, da es die Gefäße verengt. Um Hautreizungen zu verhindern, verdünnst du den Essig im Verhältnis 50:50.
  • Joghurt und Quark: Die Milchprodukte entziehen der Haut Hitze und kühlen. Gleichzeitig spenden sie viel Feuchtigkeit. Um die Haut nicht zusätzlich zu reizen, trägst du die Masse nicht direkt auf die betroffenen Stellen auf, sondern machst damit einen Quark- oder Joghurtwickel. Dazu verteilst du die Produkte fingerbreit auf einem Tuch, schlägst es zusammen und legst es auf die Haut. Mit einem Handtuch oder einer Mullbinde fixierst du den Wickel und lässt ihn eine halbe Stunde einwirken.
  • Kokosöl: Das Öl versorgt deine Haut mit zahlreichen Nährstoffen und Vitamin E. Diese schützen vor freien Radikalen und besitzen eine regenerierende Wirkung. Kokosöl kühlt die Haut und lindert gleichzeitig Entzündungen. Zur Anwendung sollte es flüssig sein. Ist das nicht der Fall, erwärmst du das Glas kurz in heißem Wasser.
Achtung:
Bilden sich Blasen auf deiner Haut, solltest du von einer Selbstbehandlung absehen und einen Arzt konsultieren. Dieser kann dir geeignete Mittel verschreiben, die deine Haut entlasten und regenerieren.

Warum der optimale Sonnenschutz vom Hauttyp abhängt

Deine Haut hat abhängig vom Typ eine Eigenschutzzeit. Die Zeitspanne gibt an, wie lange du dich in der Sonne aufhalten kannst, ohne Rötungen zu riskieren. Es handelt sich dabei jedoch um Schätzwerte, nicht um exakte Angaben. Im Folgenden bieten wir dir eine Übersicht über die sechs verschiedenen Hauttypen und deren Eigenschutzzeit:

  • Typ 1 – sehr helle Haut: maximal 15 Minuten   
  • Typ 2 – helle Haut, mitunter mit Sommersprossen: bis zu 20 Minuten
  • Typ 3 – mittelhelle Haut: bis zu 30 Minuten   
  • Typ 4 – bräunliche Haut und dunkles Haar: maximal 40 Minuten
  • Typ 5 – dunkelbraune Haut: bis zu 60 Minuten
  • Typ 6 – sehr dunkle Haut: maximal 80 Minuten

Bei der Verwendung deiner Sonnenmilch multiplizierst du den Lichtschutzfaktor der Creme mit deiner geschätzten Eigenschutzzeit. Mit einem Produkt mit LSF 50+ kannst du theoretisch bis zu 50-mal länger in der Sonne bleiben. Mit Hauttyp 2 wären das etwa 1.000 Minuten. Dieser Wert ist jedoch nur Theorie, da verschiedene Faktoren wie Abrieb, Schweiß und Wasser die Schutzleistung beeinflussen. Experten empfehlen, maximal 60 Prozent des Richtwertes auszureizen. Daher solltest du es mit dem Sonnenbaden nicht übertreiben und regelmäßig nachcremen. Das gilt vor allem, nachdem du im Wasser warst.

Weitere Tipps für einen starken Schutz in der Sonne

Nicht nur bei starker Hitze kannst du einen Sonnenbrand bekommen, daher solltest du bereits an den ersten warmen Tagen einen für deinen Hauttyp geeigneten Sonnenschutz auftragen. Hast du helle Haut, verwendest du eine Lotion mit Lichtschutzfaktor 30 oder LSF 50+. Letztere eignet sich auch für empfindliche Kinderhaut. Bedecke deinen Körper weitestgehend mit Kleidung, um die Angriffsfläche für UV-A- und UV-B-Strahlen zu vermindern. An heißen Tagen greifst du dafür zu weiten, luftigen Textilien, die gleichzeitig einen kühlenden Effekt haben. Dunkle Stoffe absorbieren 97 Prozent der Strahlen, während helle Kleidungsstücke nur 40 Prozent des UVs abfangen.

Tipp
Vermeide die Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr. In dieser Zeit steht die Sonne am höchsten, entsprechend intensiv sind die UV-Strahlen.

Mit den richtigen Hausmitteln die Haut vor Sonnenbrand schützen!

Es gibt verschiedene Hausmittel zur Linderung eines leichten Sonnenbrands wie Aloe vera, Apfel-Essig, Kokosöl und Quarkwickel. Bei schweren Fällen, in denen sich Bläschen bilden oder sich die Haut ablöst, hilft nur der Arzt. Um deine Haut vor Schäden und vorzeitiger Hautalterung zu bewahren, solltest du Sonnencreme mit einem auf deinen Hauttyp abgestimmten Lichtschutzfaktor verwenden und möglichst viel Haut mit Kleidung bedecken. Nutze eine spezielle Lotion fürs Gesicht und eine Lippenpflege mit LSF, um die empfindlichen Partien zu schützen. Zudem solltest du regelmäßig nachcremen und die Mittagszeit im Schatten verbringen.

Ein Projekt der RIK JAMES Media GmbH. 
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